Landing-Page Sketchnoting Basics

Sketchnoting Basics – wie man einen Online-Kurs entwickelt

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Online-Kurse entwickeln hat so seine Tücken – man muss eigenes Budget, Ressourcen und Interessen der Zielgruppen abwägen. Fundiert sollen sie sein, professionell dazu. Aber was dürfen sie kosten?

Aus meiner Zeit als Projekt-Managerin bei der TLA TeleLearn-Akademie Hamburg ist mir noch eins sehr bewusst: man hat als Planer eigene Ansprüche an Online-Kurse, die manchmal durchaus zu pädagogisch sind. Man versucht heraus zu finden, was die Zielgruppen eigentlich wollen. Und balanciert dann herum, um ein möglichst hochwertiges Angebot zu gestalten.

Die ADWH war durch den Europäischen Sozialfonds finanziert. Daher konnten wir 2012/2013 alles Mögliche austesten und ein wirklich großzügiges Angebot machen: Rundum-Kurse mit massenweise Input, wöchentlichen Arbeitsaufgaben, gehostet auf einem Learning-Management-System, regelmäßige Online-Sessions, Dozenten-Feedback. Das volle Paket. (Leider lässt die Nachhaltigkeit zu wünschen übrig, das Kursprogramm ist nicht mehr online und aus dem Portolio wurden nur wenige Kurse weiter entwickelt).

Aus dem damaligen Angebot:

  • SEO-Grundlagen
  • Mobile Marketing
  • Mobile Advertising & App Marketing
  • Mobile Screen Design
  • E-Commerce-Recht, Medienrecht kompakt
  • Online-Marketing, Marketing Basics
  • E-Moderation, Online-Meeting
  • Konflikmananement, effiziente Online-Kommunikation
  • Social Media Marketing & Monitoring
  • Projektmanagement
  • Community Management

Natürlich mussten die TeilnehmerInnen auch ordentlich arbeiten: unter 5 Stunden die Woche kam niemand davon, bei manchen Kursen war es sogar wesentlich mehr. Allerdings für lau – keiner der Kurse kostete mehr als eigene Arbeitszeit und Motivation. Die Hamburger Wirtschaft sollte gefördert werden, für Arbeitnehmer waren die Kurse kostenfrei.

Blick zurück auf eine merkwürdige Bilanz

Die Kurs-Feedbacks waren zu 90 Prozent positiv, trotzdem fielen bestimmte Dinge immer wieder auf. “Zu viel Arbeit/Zeit pro Woche” und “man hätte aber noch dies oder das gewünscht”.

Menschen sind so. Sie wollen immer möglichst viel für möglichst wenig Gegenwert haben, jeden ihrer individuellen Wünsche erfüllt sehen und sehr oft möglichst wenig selbst beitragen. Wie so oft griff auch bei diesen Kursen überwiegend die 90-9-1 Regel von Jakob Nielsen aus dem Jahr 2006: Motivation musste oft vor allem durch Lerncoaches und Dozenten initiiert werden.

Kurse dieser Art kann man dennoch gut umsetzen und sie werden geschätzt. Allerdings braucht es hierfür finanzielle Ressourcen, die in den seltensten Fällen ausreichend zur Verfügung stehen. Seltsamerweise wird der Wert für Bildung immer noch sehr gering geschätzt obwohl wir uns angeblich in einer Wissensgesellschaft bewegen: Die Handwerkerstunde mit 60 Euro netto wird gerne bezahlt – hier geht es ja darum, dass Heizung, Strom und fließendes Wasser zur Verfügung stehen. Die Dozenten- oder Coachingstunde mit 60 Euro netto wird ungern bezahlt – hier geht es ja nur um ein immaterielles “Luxusgut”, das keine Grundbedürfnisse befriedigt und auf das man oft genug auch verzichten kann.

Ich will da nicht lange drauf herum reiten, die Lage bezüglich der Wertigkeit von Bildung ist bekannt. Trotzdem spielen diese Überlegungen natürlich eine Rolle bei der Konzeptionierung von neuen Bildungsangeboten.

Erster Schritt zur Lösung: Frage die Interessenten

Jeder gute Marketing-Ratgeber für Selbständige empfiehlt diesen Schritt: frage Deine potenziellen Kunden, was sie wollen. Habe ich dann auch mal gemacht. Über diese Umfrage konnte – und kann man noch immer – Wünsche anmelden zu einem Online-Kurs, den ich jetzt in Zusammarbeit mit ununi.TV plane.

Innerhalb von ein paar Tagen gab es immerhin 30 Feedbacks – das ist ganz ordentlich. Danke an alle! Wie gesagt – fügt gerne Eure Anmerkungen hinzu, dauert nur fünf Minuten. Selbst wenn Ihr Euch nicht für Visualisierungen interessiert, ist Euer Feedback hilfreich für uns: ununi.TV wird noch weitere gute Angebote zu anderen Themen entwickeln wie zum Beispiel dieses von Wolfgang Gumpelmaier zu Crowdfunding.

Zweiter Schritt zur Lösung: Denke vorher gut nach

Haben wir auf ununi.TV gemacht.

Natürlich orientieren wir uns an neuen Trends, die in Deutschland manchmal noch nicht so recht ankommen. Letztlich gibt uns aber der Erfolg des letzten Jahres Recht. Unsere Ideen und Gedankenansätze sind interessant und ausbaufähig.

Die Ergebnisse der Umfrage bestätigen dies: niemand will komplexe Kurse mit 5 Stunden Arbeitsaufwand pro Woche. Niemand will mehrere hundert Euro bezahlen für die eigene Weiterbildung. Tendenz sieht so aus: möglichst erstmal “On-Demand” – begrenzter Input, ein bis zwei Stunden Arbeitsaufwand pro Woche. Community-Feedback wäre schon super, aber will man mehr als 50 Euro ausgeben? Wäre es das wert?

Die Antwort lautet: eigentlich ja, aber eigentlich auch nicht. Man weiß, dass persönliche Betreuung durch Profis einen Wert hat, ist aber trotzdem nicht bereit, in dieses Know-How zu investieren.

Konsequenz

Kein Problem.

Dann gibt es halt auf jeden Fall verschiedene Varianten. On-Demand für den schmalen Geldbeutel und die kleinen Ansprüche. Community-Variante für die, die sich als Lerner in konstruktivem Umfeld mit Feedback gut aufgehoben wissen. Und eine Berater-Variante für die, die eben doch ein bisschen mehr ausgeben wollen, ein bisschen mehr Zeit investieren wollen und denen professionelles Feedback wichtig ist.

Ist alles machbar.

Auf dem Laufenden bleiben

Wer Interesse hat und mitbekommen will, wie es beim Online-Kurs Sketchnoting-Basics weitergeht, der klickt mal kurz hier auf die Landing-Page und hinterlässt eine E-Mail-Adresse. Ihr werdet dann zeitnah informiert, geplanter Kursstart ist Anfang September.

Verbindliche Anmeldung kann man sich noch überlegen, die erfolgt dann separat.

“Wir wollen lieber fliegen als kriechen.”
Louise Otto-Peters (1819-1895), Frauenrechtlerin