SocialHub – neues Tool für Community Manager

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Als Community Manager Facebook und Twitter übersichtlich im Griff behalten, das verspricht ein neues Tool namens “SocialHub”. Ich habe mir die Beta besorgt und für Euch getestet.

 

 

Gleich zu Beginn das Besondere: das Tool SocialHub wird in Zusammenarbeit mit denen entwickelt, für die es erdacht ist – Social Media- und Community Managern. Auf der Website heißt es: “enthusiastischer Support” (kann ich nur bestätigen) und “eine tolle Community”. Die SocialHub-Community ist in einer Facebookgruppe aktiv, in der alle User Mitglied sind und in der bei Fragen und Problemen geholfen sowie über neue Updates informiert wird.

Außerdem wird SocialHub auf deutschen Servern gehostet und ist somit BDSG-konform, also dem Bundesdatenschutzgesetz entsprechend. Bisher ist es noch Ausnahme, dass bei der Entwicklung neuer Services eine Fokussierung in diesem Sinne erfolgt.

Die Voraussetzungen des Testings…

…waren etwas speziell. Als Community Manager bei der ZBW – Zentralbibliothek Wirtschaftswissenschaften / Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft, einem öffentlichen Träger, bin ich für derzeit drei Facebook-Seiten und drei Twitter-Accounts mit verantwortlich. Die Betonung liegt auf “mit”, diese Accounts fielen also gleich raus.  Wie oben schon erwähnt, ist der Support allerdings vorbildlich – mir wurde eine FB-Testseite eingerichtet. #Danke! Für Twitter habe ich meinen bewährten Account von dieHauteCulture benutzt, für den ich selbst in jeder Hinsicht voll verantwortlich bin.

Reduziert also, dieser Testlauf. Zumal ich kein Team hinter mir hatte, mit dem ich Aufgaben abgleichen konnte. Aber sowohl das Thema Tools als auch das Thema Community Management gehören ab und an auf diesen Blog. Den Entwicklungsprozess konnte ich nicht wirklich unterstützen, allerdings will ich kurz die Features beschreiben. Wer dann Lust auf einen Test bekommt, kann sich umgehend direkt für die Beta anmelden.

Layout

Nach dem ersten Login habe ich zunächst etwas irritiert drein geblickt, denn das Layout ist extrem schlicht. Schnell erkennt man dann aber, dass es damit zugleich außerordentlich übersichtlich ist.

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Links die Wahl der Kanäle, der Posteingang und die Aufgabenübersicht.

In der Mitte die Meldungen inklusive Bearbeitungsoptionen. Im Header dieser Spalte sind noch die Suchfunktion und die Vorschau-Auswahl zu erwähnen: bei Facebook kann man nach Userposts, Kommentaren und Nachrichten filtern. Bei Twitter nach Mentions und Direktnachrichten.

Rechts ist die Spalte auf diesem Screenshot leer, später tauchen hier die einzelnen Posts auf, die man gerade bearbeitet sowie die erledigten Aufgaben, die dann unter die “Userhistorie” fallen.

Weitere Funktionen

Alle eingehenden Benachrichtigungen können direkt bearbeitet werden. Antworten, “Liken”, Weiterleiten per Mail (mit dem Post als Dateianhang gleich in der Voreinstellung), zur Bearbeitung einem Teammitglied zuweisen, Notiz anhängen oder ausblenden ist derzeit möglich.

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In meinem Test habe ich übrigens versucht, im Kommentar den “Fan” mit dem auf FB üblichen @-Zeichen zu nennen. Noch bevor ich mich wundern konnte, das der “Fan” (in diesem Fall ich selbst) keine Benachrichtigung erhielt, meldete sich auf der Testseite der Support: Im Moment ginge das noch nicht, es wurde aber von einigen Testern schon als Wunsch angemeldet. Verständlich.

Alles läuft technisch sauber und sehr schnell. Sowohl der Posteingang als auch die auf die Kanäle zurück geschickten Kommentare waren in ein bis drei Minuten auf neuestem Stand.

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Preise

Es gibt die Basic-Variante mit bis zu drei Nutzern für 149 Euro monatlich. Pro mit bis zu 6 Nutzern kostet dann 549 Euro. Die Enterprise-Variante mit bis zu 12 Nutzern ist mit 1149 Euro monatlich veranschlagt.

Ob das Preismodell und die zahlenmäßige Nutzereinteilung so hinkommen, wird die Zeit zeigen. Auf den ersten Blick hält das Tool, was es verspricht und auf die Weiterentwicklung darf man gespannt sein. Im Grunde ist allein der Service schon großartig – wenn die Kunden langfristig so gut und intensiv betreut werden wie ich als Beta-Tester, dann wäre das herausragend.

Man könnte auch sagen: das Web 2.0, sein interaktiver Charakter und die Bedürfnisse der Kunden wurden verstanden.