Fünf. Aus. Job als Patin beendet.
Einheit 5 des OpenCourse “Knowledge Building” wurde heute mit einer Online-Session beendet. Ich war ja Patin, zusammen mit @nele_we.
Paten fällt bei diesem OpenCourse die Aufgabe zu, zwischen dem Offline-Seminar an der Universität Tübingen und der Online-Gemeinde zu vermitteln. Unsere Aufgabe bestand nun darin, die Weihnachts- und Neujahrszeit mit ein bisschen Input zu überbrücken – sowie die Online-Session der Einheit zu “computervermittelter Kommunikation” zu organisieren.
Nicht leicht
Keine leichte Aufgabe, denn die meisten Interessierten waren entweder Ski-Fahren oder haben sich auf dem Balkon in der Frühlingssonne bräunen lassen… immer noch Urlaub oder aber sie hatten andere Termine. Schade – trotzdem haben wir eine interessante Runde zusammen bekommen. Mit dem Veranstalter des #ocwl11, einer Offline-Studierenden und vier Online-Teilnehmern.
Wie es immer so ist: erstens kommt es anders, und zweitens, als man denkt. Technik und damit verbundene Probleme haben uns am Anfang etwas ausgebremst. Nach der ersten Hälfte überschlugen sich dann aber Kommentare und Fragen via Twitter. Beim Anschauen der Aufzeichnung musste ich nun leider entdecken, dass der zweite Teil irgendwie verloren gegangen ist. (Nachtrag: Abends konnte ich es dann doch sehen, lag wohl nicht an der Aufzeichnung.)
Hier einige zusammenfassende Gedanken.
- Der Zugang zu computervermitteltem Lernen verbraucht unheimlich viel Zeit. Das lenkt zunächst von der Beschäftigung mit den Inhalten ab. Eine richtige Lösung hierfür gibt es aber nicht. Sollen Teilnehmer von OpenCourses vorher eine Einführung in Tools bekommen?
- Theorie ist Theorie, Praxis ist Praxis. Die Schnittstelle konnte aus Sicht der Studierenden wohl nicht geschlossen werden. Gerade das war ja aber eine der Intentionen für so eine Art von OpenCourse. Was und wie kann man dies optimieren?
- Die Teilnahme an so einem Social Media-Projekt ermöglicht immerhin “Aha-Erlebnisse”. Und diese (wie auch immer sie entstehen) ermöglichen scheinbar “echtes, wahres, individuelles Lernen”. Mhm, sehr subjektiv. Erlebt.
- Immer wieder ein zu diskutierender Punkt: Rollenbesetzung online. Warum stelle ich mich wie im Web dar? Was bewirkt das in Bezug auf meine Authentizität als Person? Ist meine Web-Identität eine andere als meine reale?
- Ist Lernen tatsächlich nicht planbar? Muss in Bezug auf diese Frage die Rolle von Dozenten neu überdacht werden? Dozent als “Gastgeber” und “Moderator” für Lernprozesse?
Soweit die Gedanken, die mir vor allem über den Twitterchat in Erinnerung sind. Bei der Session selbst war ich viel zu viel damit beschäftigt, den Ablauf im Auge zu behalten…
Spass hat es gemacht, Patin zu sein.
Und einen Dank noch einmal an ununi.tv, die (anstelle des üblichen AdobeConnect-Raums, den wir sonst genutzt haben) diesmal ihre Plattform zur Verfügung gestellt haben. Aufzeichnung der Session hier.
2 Kommentare zu “Fünf. Aus. Job als Patin beendet.”
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Du warst eine tolle Patin. Eine super Idee, die Kaminrunde auf ununi.tv zu machen.
Danke für die Zusammenfassung!