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Ist Kommentieren auf Blogs Zeitverschwendung?

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Der Blog ist das Zentrum meiner Darstellung im Web, obwohl natürlich alle Artikel über die diversen Profile ins Web gestreut werden. Zur Praxis des Kommentierens gibt es Erfahrungswerte, die ich im Rahmen einer Blogparade mit dem Titel “Wann und warum kommentierst Du einen Blogartikel” gerne teilen möchte.

 

Zu diesem Blog

Soeben habe ich nach vier Monaten mein Experiment “Newletter” aufgegeben, weil es offensichtlich nur “Mehrarbeit” bringt anstelle von Mehrwerten. Das liegt an verschiedenen Faktoren:

  • der thematischen Zuordnung zum Edu-Blogging, das nur eine eher kleine Zielgruppe anspricht
  • der Tatsache, dass die Menschen aus der Web 2.0-Bildungsszene, die sich für meine Artikel interessieren, ohnehin über Facebook, Twitter, Google+ und/oder andere Plattformen mit mir vernetzt sind. Status-Updates bekommen sie mit, ohne diesen Blog besuchen zu müssen
  • die Frequenz der Postings ist gering: in der Regel wöchentlich, manchmal nur 14-tägig
  • den Inhalten: es gibt keinen regelmäßigen Aggregator zu News aus der Szene oder zu den neuesten Tools, keine wöchentlichen “Linkperlen” oder dergleichen. Bildungsrelevante Veranstaltungen oder Tools werden subjektiv und sporadisch diskutiert und kommentiert.
  • der Tatsache, dass man sich anmelden muss, um auf meinem Blog zu kommentieren. Das geht mit Twitter-, FB-, Google-Profil oder Mailadresse – denn kein Blogger, der bei klarem Verstand ist, lässt Kommentare nicht durch diesen Filter laufen. Trotz Akismet Spam-Plugin für WordPress registriere ich immer wieder Versuche, Produktwerbung über die Kommentarfunktion zu platzieren. Das will ich nicht.

Aus organisatorischen Gründen wäre ein Aggregator über eine andere  Plattform ohnehin praktischer: ein Flipboard-Magazin zu “Bildung im Web”, ein Scoop.it zum Thema, ein monatliches Journal via issuu.

Man lebt von dem, was andere entdecken – all diese Plattformen bündeln solche Informationen bzw. erleichtern das thematische Kuratieren und bieten dazu die Option, themenzentrierte Journale zu veröffentlichen. Warum sollte man sich die Mühe machen, diese Informationen langwierig in Blogposts einzubinden?

Kommentare erhält dieser Blog nur, wenn…

  1. ich explitzit dazu auffordere
  2. ich an einem großen Online-Kurs teilnehme, der ohnehin interaktiv angelegt ist: z.Bsp. einem MOOC
  3. die Inhalte eines Artikels so “wertig” sind, dass sie manche Menschen als besonders ansprechend empfinden
  4. ich an Blogparaden teilnehme und Backlinks sowie freundliche “Dankeschön’s” erhalte

 

Wie finde ich das?

Ehrlich gesagt: vollkommen in Ordnung. Meine Website wird angesteuert – jedes Mal, wenn jemand über Google+, Facebook oder Twitter auf den Link zum Artikel klickt. Das kann ich nachvollziehen, ich weiß, wieviele Leute ein Posting lesen.

Meistens kommentieren die Leute dann direkt auf den Social Network-Plattformen. Die Gespräche zu den Inhalten meiner Artikel finden also statt, wenn auch nicht hier.

 

Wie mache ich es?

Genauso.

 

Einschätzung: Bloggen ist und bleibt wichtig

Das gilt für Firmenblogs, Blogs von Non-Profit-Organisationen, Blogs zu Produkten, Blogs von Einzelpersonen zu bestimmten Themen. Blogs können Marketing-Wirkung haben, unterhalten, informieren, provozieren.

Als Einzelperson muss man sich halt vorab darüber im Klaren sein, was man bezwecken will mit einem Blog, wen man erreichen will, wie man den/das Blog gestalten will. Niemand muss unter einer eigenen URL hosten wie ich, die Nutzung einer der größeren Plattformen Blogger.com, Blogspot, Tumblr oder anderen ist genauso möglich.

Bloggen erlaubt JedeR/M, gute Gedanken zu äußern zu Themen, die ihn oder sie interessieren. Eine Leserschaft findet sich schon, egal wie gr0ß oder klein sie sein mag.

 

Fazit

Kommentieren direkt auf dem Blog ist manchmal angesagt, manchmal überflüssig. Viele Faktoren entscheiden darüber, ob man auf einem Blog kommentiert. Erachtet man die Zeit, die man aufwenden muss, als entsprechend – dann ist ein Kommentar auf einem Blog keineswegs Zeitverschwendung. Der Bloggende freut sich alle Male! 

“Eine gut erzählte Geschichte macht aus den Ohren Augen.” (Sprichwort)